Was ist Leimholz?

Leimholz und auch Leimholzbalken sind Bezeichnungen, die sehr oft Verwendung finden im Umgang mit diesem Material. Hier handelt es sich um Brettschichtholz, das mindestens mit drei Brettlagen und in gleicher Faserrichtung gegenseitig zusammengeklebt werden. Dadurch, dass die Bretter miteinander verleimt werden, ist der Name Leimholz entstanden, der durchaus auch seine Berechtigung hat. Die verleimten Hölzer werden überwiegend im Ingenieurbau verwendet, das bedeutet eine hohe statische Beanspruchung an das Material. Binder, die ein horizontales Trägerelement sind, werden aus Brettschichtholz hergestellt und werden als Brettschichtbinder oder Leimbinder bezeichnet.

Über die Herstellung von Leimholz!

Bretter aus Holz werden technisch beispielsweise in Trockenkammern getrocknet. Nach dem trocknen werden die gehobelt und dann der Länge nach mit einer Keilzinkung zu Lamellen verbunden. Diese Brettlamellen bilden die Grundlage für die weiteren Verarbeitungsstufen. Es kann nun eine Verleimung zu Kanthölzern in den verschiedensten Querschnitten erfolgen. Im nächsten Arbeitsgang werden die Kanthölzer nochmals gehobelt. In den jeweiligen Verarbeitungsstufen wird die Holzfeuchte mit elektronischen Messgeräten gemessen und durch die Darrprobe überprüft.

Verwendet wird für die Herstellung Massivholz. Gewöhnlich wird ein Brettschichtholz immer aus einer Holzart gefertigt. Meistens werden die Hölzer von Fichten, Tannen, Kiefern, Lärchen und auch Douglasien verwendet. Unüblich sind andere Nadelhölzer. Laubhölzer werden für tragende Zwecke fast gar nicht eingesetzt. Eine Ausnahme bildet in Frankreich die allgemeinen Pappeln. Diese Hölzer sind in den meisten europäischen Ländern baurechtlich nicht zulässig.

Vor- und Nachteile von Leimholz oder Brettschichtholz!

Durch die Herstellung aus getrockneten Holz und dem mehrschichtigen Aufbau findet beim Brettschichtholz eine Rissbildung in einem sehr geringen Maß gegenüber dem Vollholz statt. Damit eigenen sich die so hergestellten Leimbinder hervorragend für Dachkonstruktionen, wo Risse unerwünscht sind.

Die Festigkeit von Holz kann im Gegensatz zu Stahl, durch die im Brandfall entstehende schützende Kohleschicht länger erhalten bleiben.

Brettschichtholz wird aus vorsortierten und von Fehlstellen befreiten Holz gefertigt. Dadurch lassen sich hohe Tragwerte erreichen, die mit einem Vollholz in den gleichen Größen nicht zu bringen sind.

Als ein Nachteil von Brettschichtholz ist der geringe Widerstand gegen die wechselnde Feuchte und die größeren Dimensionen gegenüber von Stahl. Holz lässt sich konventionell schneller zerstören als Stahlkonstruktionen. Auch wenn das Holz gut verleimt ist, bleibt es ein natürlicher Baustoff und kann durch Schädlinge befallen werden.

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